Auf die Kleinigkeiten kommt es an
Nach all den vielen Monaten planen, den vielen Gesprächen, den zahlreichen Terminen und dem ein oder anderen auch stressigen Tag, ist die Hausübergabe das letzte große Kapitel, wenn es um das neue Eigenheim geht.
Bei der Hausübergabe geht es darum, das komplette Haus von oben bis unten zusammen mit dem Bauleiter durchzugehen, zu besprechen und sich Notizen zu machen. Wenn ich „von oben“ sage, dann meine ich das auch wortwörtlich. Unser erster Blick fiel auf den Dachboden. Gemeinsam mit dem Bauleiter begutachten wir das Dach, das Kaminrohr, die Leiter zur Dachbodenluke, das Fenster zum Ausstieg für den Kaminkehrer und und und. Hierbei erklärte uns der Bauleiter auch, was zu beachten sei. So müsse man zum Beispiel die beweglichen Teile eines jeden Fensters jährlich ölen, um diese zu pflegen und lange Freude an ihnen zu haben.
Im Anschluss daran geht man Raum für Raum, Flur für Flur ab. Hier haben wir uns an unseren Bauleiter gehalten, der hier mittlerweile sein System hatte, damit auch ja nichts vergessen wird. Am Ende geht man dann noch einmal gemeinsam um das Haus, denn auch von außen wird noch einmal genau begutachtet, ob alles stimmt.
Nun ist es ohne Frage so, dass dort, wo gehobelt wird, auch Späne fallen. Es gibt wohl kein Haus, in dem wirklich alles hundertprozentig perfekt ist, denn auch Handwerker sind nur Menschen. Und hier hat sich gezeigt, wie wichtig ein guter Bauleiter ist. Denn ein guter Bauleiter übersieht nichts, er redet auch nichts schön, wo es nichts schön zu reden gibt. Zudem hat unser Bauleiter eine jahrzehntelange Erfahrung, sodass er genau wusste, wo er nachschauen muss. Alles wird akribisch aufgenommen und für das spätere Protokoll festgehalten.

Tipp: Fertigen Sie vorab eine eigene Liste in aller Ruhe an. Dann entgeht Ihnen an diesem Tag auch nichts.
All unsere Probleme, wenn man sie denn so nennen kann, sind von unserem Bauleiter aufgenommen worden. So hatten wir z.B. einen Riss in einer der Glasscheiben, vermutlich passiert, als es draußen kalt war und wir das Aufheizprogramm für die Estrichtrocknung laufen ließen. Selbstverständlich wird die Scheibe getauscht. Ein anderes Beispiel: Eine der Türen wurde beim Transport beschädigt, sodass eine Ecke abgeplatzt ist. Auch hier wird natürlich Ersatz geleistet.
Jetzt stellen Sie sich sicherlich die Frage, was passiert, wenn Sie einen Mangel erst nach der Hausübergabe feststellen: Kein Problem, rufen Sie Haas an oder schreiben Sie eine Email, schilden Sie das gefundene Problem so genau wie möglich und es wird Ihnen natürlich geholfen. Es ist praktisch unmöglich, alles an einem Tag festzustellen.
Tipp: Sammeln Sie etwaige kleine Reparaturen. Wenn eine Steckdose nicht gehen sollte, ist das nicht schön, aber überbrückbar. Warten Sie aber lieber noch etwas, evtl. finden Sie ja noch eine andere Kleinigkeit, die dann gleichzeitig angegangen werden kann!
Am Ende der Hausübergabe steht nicht nur das Auswechseln des Zylinderschlosses mit der Übergabe der eigenen Schlüssel, sondern eben auch ein bürokratischer Teil: Das Hausübergabeprotokoll. Was hier drin steht, ist bindend! Also lieber einmal mehr drüber lesen und erst dann unterschreiben. Es wird festgehalten, auf was man sich geeinigt hat, wo die Firma Haas den Bauherren entgegenkommt und welche Arbeiten eventuell noch erledigt werden müssen.