Viele Jahrzehnte war das Grundstück eine Kleingartenanlage und entsprechend waren seit vielen Jahrzehnten auch Hecken, Bäume, Sträucher usw. tief im Boden verwurzelt. Dazu kommt noch, dass dort ein ansehnliches Gartenhaus stand, was auf massiven Betonträgern ruhte. Lange Rede, kurzer Sinn: Für einen berufstätigen Menschen ohne geeignete Ausrüstung praktisch nicht machbar, das Grundstück von allem zu bereinigen.
Meine Frau und ich haben uns darauf verständigt, eine Firma damit zu beauftragen. Doch auch hier mussten wir lernen, dass es bestimmte Fristen gibt, die man einhalten muss. So darf in der Zeit von März bis Ende September kein radikaler Rückschnitt oder Rodung der Hecke erfolgen, dies dient nämlich dem Brutschutz für Vögel. Erlaubt sind hingegen Form- und Pflegeschnitte, bei denen nur der frische Zuwachs schonend entfernt wird. Und hier gibt es keinen Spielraum für eine unterschiedliche Auslegung.
Jetzt könnte man meinen, dass wir mit den Monaten Oktober, November, Dezember, Januar und Februar genügend Zeit hätten. Doch leider sind dies nicht gerade die Monate, die für ihre Trockenheit und ihre angenehmen Temperaturen bekannt sind. Zusätzlich muss die Firma auch in dieser Zeit noch einen freien Termin haben. Also gar nicht so einfach.
Zum Glück wurden wir fündig und Anfang Februar war das Wetter zwar nicht gut (es war immer noch bitterkalt und vor allem nass), aber die Firma unseres Vertrauens hat das nicht abgehalten, loszulegen. Respekt, was diese Männer in so kurzer Zeit bewerkstelligt haben. Nach drei Tagen war schon vieles entwurzelt, kleingeschnitten und entsorgt. Die beiden folgenden Bilder verdeutlichen nicht nur das ungemütliche Wetter, sondern auch die herausragende Leistung unserer Firma für Landschaftsgestaltung!


Jetzt fehlen nur noch die übrigen Hecken und das Betonfundament.
Keine zwei Tage später war es dann soweit. Das Grundstück war von (fast) allem befreit, was wir nicht da haben wollten (drei Baumstümpfe haben die Hartnäckigkeit eines berühmten Dorfes aus Gallien – wir hoffen, dass dies spätestens mit de Bodenplatte kein Problem mehr sein sollte). Wirklich begehbar war es aber leider nicht, da es in den letzten Tagen außergewöhnlich viel geregnet hat und der Boden dermaßen schlammig war, dass man regelrecht bis zu den Knien im Boden versunken ist. Meine Schuhe waren diesem Schicksal zum Opfer gefallen. Sie mögen in Frieden ruhen.


Strahlend blauer Himmel und ein Acker, bereit für die Aussaat… Oder die Bodenplatte 🙂